Rasensport-Initiative: Nur die Initiative schafft Verbindlichkeit

Der Berner Sport-Nachwuchs verdient Klarheit

Die Rasensport-Initiative verlangt mehr Kapazität der Rasensportfelder in der Stadt Bern. Dass der Gemeinderat dem Anliegen nun einen zahnlosen Gegenvorschlag gegenüberstellt, ist enttäuschend. Die FDP wird sich im Stadtrat und in der Volksabstimmung für die konkreten Ziele der Rasensport-Initiative einsetzen.

Die FDP Stadt Bern nimmt zur Kenntnis, dass der Gemeinderat das Anliegen der Rasensport-Initiative grundsätzlich anerkennt. Dass die Stadt Bern heute zu wenige Rasensportkapazitäten zur Verfügung stellt und zahlreiche Vereine – insbesondere im Nachwuchsbereich – an ihre Grenzen stossen, ist unbestritten.

Der vom Gemeinderat präsentierte Gegenvorschlag bleibt jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Er enthält weder ein konkretes Ausbauziel noch einen verbindlichen Zeithorizont. Damit bleibt völlig offen, wann und in welchem Umfang die dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten tatsächlich geschaffen werden.

Die Rasensport-Initiative verlangt demgegenüber klar und nachvollziehbar, dass die Kapazität der Rasensportfelder innert zehn Jahren um mindestens 12'000 Nutzungsstunden erhöht wird. Diese Zahl basiert auf den eigenen Bedarfsberechnungen der Stadt. Wenn der Gemeinderat selbst von einem entsprechenden Bedarf ausgeht, ist nicht nachvollziehbar, weshalb er sich weigert, dieses Ziel verbindlich festzuschreiben.

Der Gegenvorschlag beschränkt sich darauf, den Bedarf alle acht Jahre zu überprüfen und dem Stadtrat Massnahmen aufzuzeigen. Damit verpflichtet er die Stadt zu Berichten, nicht aber zu Resultaten. Für die betroffenen Vereine und die vielen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die auf zusätzliche Trainings- und Spielmöglichkeiten angewiesen sind, bringt dies keine konkrete Verbesserung.

Die FDP Stadt Bern unterstützt deshalb weiterhin die Rasensport-Initiative. Sie schafft die notwendige Verbindlichkeit, damit die seit Jahren bekannten Engpässe endlich behoben werden. Wer mehr Sportmöglichkeiten ermöglichen will, muss konkrete Ziele setzen und deren Umsetzung garantieren. Der Gegenvorschlag des Gemeinderats bleibt dagegen zahnlos.